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Euer Henning
Mit schwachem Start doch noch gepunktet
Mannheim. Hallo Handballfreunde. Es geht also wieder los im Oberhaus. Da habt ihr sicher gemerkt, dass wir einen erwartet schweren Start hatten gegen die Jungs aus Balingen. Zwar hatten wir gut begonnen, aber wir haben die Ballgewinne nicht in eine deutliche Führung umgewandelt. Das ganze Spiel über haben wir uns nur schwer getan. Der Gegener war besonders unangenehm, weil er eine offensive Deckung spielt. Immerhin müssen wir zufrieden sein, dass wir Punkte machen konnten.
Euer Henning
Löwen hatten an der Elbe guten Lauf
Mannheim. Es ist schon immer etwas Besonderes für mich, da Handball zu spielen, wo einmal alles begann: in Magdeburg.So auch am Sonntag in der Bördelandhalle, wo die Löwen mit gutem Lauf auf Torbeute gingen. Wir hatten einen sehr guten Start, bei dem es hinter einer kompakten Abwehr gut gelang, den SCM-Schützen Paroli zu bieten. Denen hatten wir schnell den Schneid abgekauft und waren dabei selbst zu leichten Toren gekommen. Auch als sich die Magdeburger, unterstützt von ihren Fans, aufbäumten und den Abstand verkürzten, ließen wir sie nicht bedrohlich nahe herankommen.Endstand 35:24.
Euer Henning
Löwen spielten super Final 4
Mannheim. Wieder in den Süden zurückgekehrt, beginnt jetzt die Zeit der Aufarbeitung des Pokalfinales beim Final 4 gegen den HSV Hamburg. Allerorts wird hier der knappe Ausgang bedauert und nach den Ursachen gefragt. Bekannt ist eigentlich, dass es in solchen Finals oftmals um Kleinigkeiten geht. So auch in diesem Fall, das hatte ich auch schon im Vorfeld geäußert. Abspielfehler und vergebene Chancen haben in dieser Begegnung den Ausschlag gegeben. Trotzdem muss man anerkennen, dass die Mannschaft ein super final 4 gespielt hat. Zur Anregung habe ich gedacht, dass man so ein Turnier auf neutralem Boden spielen sollte, damit keine der etablierten Mannschaften einen Heimvorteil hat. Aber immerhin hatten wir eine beachtliche Truppe von Fans in Gelb im Rücken, mit denen wir gerne den Pokalsieg gefeiert hätten.
Euer Henning
Erfolgreiche Englische Woche
Mannheim, April 2010. Auf eine erfolgreiche Englische Woche können die Löwen zurückblicken. Ein schönes Osterei für Fans und Spieler!
Am Mittwoch gelang uns ein Sieg über die Konkurrenten aus Gummersbach, bei dem wir eine frühe Entscheidung zwar verspielten, aber zum Schluss dann doch noch verdient gewannen.. Am nächsten Tag war dann in Heidelberg in der Galeriea Kaufhof der Andrang zur Autogrammstunde auch entsprechend groß. Das Haus hatte gute und für uns angenehme Bedingungen geschaffen, um den Wünschen der zahlreichen Fans gerecht zu werden. In unseren Köpfen drehten sich die Gedanken dabei allerdings schon um die nächste höchst brisante Begegnung gegen den spanischen Klub Valladolid. Auch unser Training am Karfreitag und Ostersonnabend war darauf ausgerichtet. Wie sich dann am Sonntag herausstellte, waren wir gut vorbereitet auf die Begegnung in der CL. In der SAP-Arena gingen wir sogar recht zügig mit neun Toren in Führung. Grund dafür waren eine sehr starke Abwehr. Die daraus resultierenden Gegenstöße wurden mit einer sehr hohen Effizienz verwertet. Erfolgreichste Werfer waren Bjarte Myrhol und Karol Bielecki, und Olafur Stefansson glänzte mit einigen gelungenen Anspielen.
Nach der Auslosung zum Viertelfinale steht nun der THW Kiel als nächster Gegner fest. Lieber hätten wir einen internationalen Verein im Viertelfinale gehabt, aber daran lässt sich nichts ändern. Nur zwei Spiele, in denen wir über uns hinauswachsen, können die Löwen ins Halbfinale bringen.
Ein paar Fotos von den Ereignissen der letzten Tage gibt es hier übrigens auch zu sehen.
Euer Henning
Gegner auch Auswärts extrem stark
Mannheim, April 2010. Ihr habt sicher alle den zwar knappen aber erfolgreichen Ausgang des CL-Spiels in Valladolid mit verfolgt. Da liefen einige Dinge doch ganz gut ab. Wichtig war, dass die Abwehr sich Mitte der ersten Halbzeit stabilisiert hatte und die Achse Enterrios-Edu besser in den Griff bekam. Sie ganz auszuschalten, gelang uns über die gesamte Spielzeit allerdings nicht. Insgesamt neun Siebenmeter, für die Spanier, von denen ich vier entschärfen konnte, sprechen da auch für sich. Entscheidend war auch die Chancenverwertung besonders im ersten Abschnitt von Karol Bielecki. Er gab dem guten Svensson keine Gelegenheit und überzeugte mit einigen guten Anspielen.
Um in die nächste Runde, das heißt Viertelfinale, einzuziehen, müssen wir uns am Sonntag in der SAP-Arena trotzdem steigern und gewaltig anstrengen. Denn Valladolid ist auch Auswärts extrem stark und hat bereits namhafte Gegner besiegt. Natürlich rechnen wir mit großer Unterstützung von den Rängen in der bereits ausverkauften Halle.
Euer Henning
Statt gutem Gefühl Magenschmerzen
Mannheim, 22. März 2010. Da sind wir mit dem 27:26 gegen Hannover-Burgdorf noch einmal knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Zum Glück hatte es sich das Fernsehen wohl kurzfristig anders überlegt und das Spiel nicht übertragen. Ich sage Euch nur: Wir hatten wieder einen Glücksengel bei uns. Und das in dieser Saison schon mehrmals. Aber man sollte das Glück nicht überstrapazieren.
55 Minuten lang hatten wir fast gar keine Chance, das darf nicht sein. Und wenn ich daran denke, was uns noch bevorsteht, dann wird mir doch etwas flau im Magen. Da muss sich etwas tun!
Es kann schon sein, dass man mal einen schlechten Tag hat. Aber gestern hat fast die komplette Mannschaft nichts auf die Beine gestellt. Wenn man solche Ansprüche hat, wie wir sie uns gestellt haben, dann darf man nicht so lausig spielen. Das gibt mir zu denken.
Euer Henning
Gutes Gefühl für die nächsten Spiele
Mannheim, März 2010. Hallo, da bin ich wieder. Ich muss mal ein paar Worte zum Spiel gegen Melsungen los werden, denn ich hatte während der Begegnung ein gutes Gefühl. Die Abwehr war super drauf, agierte sehr diszipliniert, und im Angriff wurde gut ausgespielt, bis sich die Chance ergab. In der zweiten Halbzeit kam es zu einem Bruch und zu voreiligen Abschlüssen. Deshalb konnte der komfortable Vorsprung auch nicht gehalten werden. Zu bedenken ist dabei jedoch, dass Spieler zum Einsatz kamen, die sonst nicht so große Spielanteile haben, andere konnten entlastet werden. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem Spiel und habe ein gutes Gefühl für die nächsten Begegnungen in heimischen Gefilden.
Euer Henning
Nach 42 Minuten eingebrochen
Östringen, 18. Februar 2010. Nach den Turbulenzen der letzten Tage mit den Spielen gegen Kiel und Kielce heute schnell noch eine Wortmeldung zum Spiel in Hamburg (37:26). Wer es gesehen hat, wird mir Recht geben. Wir haben die Begegnung 42 Minuten lang offen gehalten und sind dann so eingebrochen, wíe es nicht passieren darf. Ich habe den Medien gegenüber geäußert, dass der enge Spielplan dabei sicher auch eine Rolle gespielt hat. Aber das allein ist es nicht. Eine Niederlage in der Höhe darf einfach nicht passieren.
Mit Blick nach vorn bleibt uns allerdings auch nicht viel Zeit, am Spiel etwas zu verändern. Am Sonnabend geht es schon wieder nach Ungarn, wo wir am Sonntag auf Veszprem treffen und um den ersten Platz in der CL-Gruppe kämpfen. Kaum zurück, geht es am Dienstag in der Bundesliga weiter.
Trotz der knappen Zeit wollen wir besonders im Bewegungsablauf des Spiels etwas abklären, um die Fehlerhäufigkeit zu minimieren. Hoffen wir, dass uns das wieder Punkte bringt.
Euer Henning
In Hamburg wieder dabei
Östringen,7. Februar 2010. Die Begegnungen gegen Frischauf haben bisher für uns immer eine gewisse Brisanz gehabt. Auch diesmal hatten wir uns auf ein Spiel auf Messers
Schneide eingestellt. Aber es ist gut ausgegangen. Ich sah eine sehr
disziplinierte Abwehr. Einige Fehler schmälerten zwar hin und wider den
Vorsprung, aber in der zweiten Halbzeit gelangen in der entscheidenden
Phase einige gute Gegenstöße. So gelang es uns, den unangenehmen Gegner
doch zu schlagen und die Fahrkarte zum Final Four in Hamburg zu lösen.
Freuen wir uns darauf!
Euer Henning
Hoffen wir auf Erfolgserlebnisse
Östringen, Januar 2010. Ich kann es kurz machen. In diesem letzten Spiel gegen die Tschechen habe ich kein Aufbäumen erkannt, ich bin enttäuscht. Spielerisch war die Mannschaft nicht in der Lage, mit einem druckvollen Angriff zu einem Sieg zu kommen. Fast hätte es ja statt einem Unentschieden noch eine Niederlage gegeben. Aber das ist jetzt unwichtig, denn das Gesamtbild hinterlässt nicht den besten Eindruck vom deutschen Handball. Wollen wir deshalb auf Erfolgserlebnisse in der nächsten Hälfte der Bundesligasaison hoffen.
Euer Henning
Letztes Spiel versöhnlicher Abschied?
Östringen, Januar 2010. Gerne hätte ich ein erfolgreiches Spiel gegen die Spanier kommentiert, aber leider setzte sich bei dieser Begegnung fort, was schon den bisherigen Turnierverlauf gekennzeichnet hatte. Zu viele Fehler und teilweise auch Ideenlosigkeit. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Es gelang unseren Handballern nicht, mit spielerischen Mitteln eine kompakte Abwehr auseinander zu nehmen. Was gezeigt wurde, reichte nicht aus. Für die Außendarstellung des deutschen Handballs, und darum ging es auch, war das nicht so gut.
Ich wünsche mir, dass im letzten Spiel (gegen Tschechien) wenigstens ein Aufbäumen zu erkennen sein wird und sich das deutsche Team versöhnlich verabschiedet.
Euer Henning
Große kämpferische Moral reichte nicht
Östringen, Januar 2010. Ich sagte es gestern schon: Mit einer kompakten Abwehr und diszipliniertem Angriff wie in der zweiten Halbzeit gegen Schweden sind weitere Siege möglich. Und ein Sieg über Frankreich war nach der dynamischen Aufholjagd durchaus drinnen. Obwohl man schon sechs Tore zurück lag, kam das deutsche Team dank großer moralischer Stärke noch einmal ins Spiel, kämpfte sich bis auf zwei Tore heran. Doch mit etlichen Fehlern beim Abspiel und Unkonzentriertheit im Angriff kam man so ein Spiel nicht gewinnen. Obwohl mich der Olympiasieger Frankreich auch nicht überzeugt hat. Schade, denn nun scheint die EM für Deutschland gelaufen zu sein.
Euer Henning
Trauer um einen Außergewöhnlichen
Sehr traurig vernahm ich die Nachricht vom Tod Oleg Velykys, den ich aus der Nationalmannschaft und aus dem Löwen-Team kannte. Es hatte mich immer sehr beeindruckt, wie er mit schweren Verletzungen und dann mit seiner Krankheit umgegangen ist. Er war lebensfroh und optimistisch. Obwohl nicht gerade vom Glück verfolgt war er immer wieder aufgestanden. Ein außergewöhnlicher Mensch.
Euer Henning
So ähnlich war es damals auch
Östringen, Januar 2010. Die deutsche Mannschaft hat es also in die Hauptrunde geschafft. Wie das gelaufen ist, erinnert mich an die Ereignisse bei der EM 2004 und der WM 2007. Auch damals kamen wir nicht mit wehenden Fahnen ins Turnier, konnten uns aber von Spiel zu Spiel steigern. In Innsbruck war das zweite Spiel durch eine kämpferische zweite Halbzeit geprägt, und im dritten Spiel registriere ich eine deutliche Leistungssteigerung. Man hat diszipliniert im Angriff und kompakt in der Abwehr agiert. Mit dieser Leistung und Disziplin sollten auch weitere Siege möglich werden. Warten wir`s ab.
Euer Henning
Zweites Spiel wie erstes
Östringen, Januar 2010. Die meiste Zeit des Spiels gegen Slowenien sah
die deutsche Mannschaft wirklich nicht gut aus. Überwiegend ein Bild wie
gestern gegen Polen. Es wurde zu früh abgeschlossen, und ich erkannte
fehlendes Selbstvertrauen und Spritzigkeit. Dass die Mannschaft nach
einem Rückstand von sechs Toren sich dann doch noch bis zum Anschluss
heran kämpfte, ist wieder anerkennenswert. Die Slowenen hatten Ende der
zweiten Hälfte aber auch stark nachgelassen und so entschieden Wirkung
und Gegenwirkung. Es kam noch zu einem 34:34. Die Spannung steigt
also.
Euer Henning
Mein Eindruck vom EM-Auftakt
Östringen, Januar 2010. Wie bei früheren Turnieren werde ich mich in den nächsten Tagen auf dieser Seite mit der EM in Österreich befassen. Wie ihr wisst, ist ja der Auftakt der deutschen Mannschaft gegen Polen in die Hose gegangen. Die Meinung einer polnischen Zeitung, die da schrieb, man hätte die Deutschen windelweich geschlagen, teile ich allerdings nicht. Unsere Fehlerquote im Angriff war viel zu hoch und der Druck auf das gegnerische Tor zu niedrig. Auch überzeugender Spielwitz fehlte. Ich habe mir weitere Spiele des ersten Tages angesehen und muss eingestehen, dass die Mannschaften viel variabler unterwegs waren. Aber unsere Abwehr hat gute Arbeit geleistet. Und in dem Moment, wo man völlig unterzugehen drohte, hat sich das Team noch einmal ´ran gekämpft. Das sehe ich positiv und hoffe, dass die Jungs davon etwas ins Spiel gegen Slowenien mitnehmen können, denn das ist schon das erste Endspiel. Wenn sie das verlieren, sieht es nicht mehr gut aus. Euer Henning
New York, New York ...
Östringen, Januar 2010. Zurück aus New York, wo ich auf Einladung von Teamsport-Reisen mit internationalen Handballgrößen für unsere Sportart warb, erst einmal alles Gute für das neue Jahr, und weiterhin viel Freude und Interesse am Handball. Der Besuch in dieser Stadt war für mich ein unglaubliches Ereignis. Ich bin durch den Sport wirklich schon viel durch die Welt gekommen, aber das war ein Highlight. Da trat das Ergebnis des Spiels gegen eine NY-Auswahl fast in den Hintergrund. Wir erlebten den Broadway und sahen das Musical West Side Story, wir erkundeten die Stadt vom Bus aus und feierten dann den Jahreswechsel mit einer rauschenden Ballnacht. Alle hatten großen Spaß, die Veranstalter waren so zufrieden, dass sie die Sache im nächsten Jahr noch etwas größer fassen wollen. Ich hoffe, ich kann wieder dabei sein. Euer Henning
Ein Quentchen Glück gehört dazu
Göppingen, 6. Dezember 2009. Dass es gegen Göppingen ein enges Ding werden würde war wohl allen klar. Und so kam es auch. Hätten wir da nicht einen so gut aufgelegten Szmal gehabt, wäre es für uns wohl nicht so gelaufen. Glück und Pech in den einzelnen Spielphasen lagen da dicht beieinander. Aber ein Quentchen Glück, besonders in der Schlussphase, gehört einfach auch einmal dazu. Entscheidend ist für mich aber auch, dass wir eine starke geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert haben. Eine gute Füllung für die Nikaolausstiefel unserer Fans!
Euer Henning
Wir haben uns selbst besiegt
Mannheim, 25. November 2009. Euch geht es sicher so wie mir. Die Freude über das gewonnene Selbstvertrauen, das in den letzten Spielen zu erkennen war, ist dahin. Ich kann es mir selbst nicht so richtig erklären. Die ersten 15 Minuten gegen Flensburg liefen gut an, alles schien planmäßig. Doch dann häuften sich die Fehler, die Abschlüsse kamen zu hastig, und phasenweise war die Abwehr offen wie ein Scheunentor. Wie gesagt, ich kann es mir selbst nicht erklären, wie wir vor heimischem Publikum den Norddeutschen einen 30:26-Sieg mit nach Flensburg geben konnten, denn sie haben zwar gut gespielt, aber besiegt haben wir uns selber.
Euer Henning
Selbstbewusst in Velenje aufgespielt
Velenje, 22. November 2009. 29:37 (12:19) - "Wiederholung gelungen", möchte ich sagen. Nach dem Spiel gegen Lemgo haben die Löwen in Slowenien auch gegen Gorenje Velenje Selbstbewusstsein gezeigt und munter aufgespielt. Die Qualität der Mannschaft ist zur Zeit sehr gut, das fängt in der Abwehr an, aus der zahlreiche "einfache" Tore entstanden sind. Und das unter dieser emotional hohen Stimmung. Vorteilhaft für uns war es auch, dass der Trainer die einsetzen konnte, die nicht so viele Spielanteile haben. Dadurch brauchte sich keiner vor so einem Spiel wie gegen Flensburg verausgaben. Der Kräfteeinsatz konnte breit verteilt werden. Schön für uns, dass wir auch gleich die Heimreise antreten und die Nacht im eigenen Bett verbringen konnten.
Euer Henning
Hoffen auf Wiederholungen
Lemgo, 17. November 2009. Dieses Spiel in Lemgo wird wohl so schnell keiner vergessen. Wir nicht, Ihr nicht, und auch die aus dem Lippeland nicht. Dazu war es zu umwerfend. Die engste Konkurrenz in der Tabelle mit einem 38:22 (17:7)-Kantersieg zu bezwingen, hat wohl alle Erwartungen übertroffen. Es passte alles und es glückte auch alles. Solche Spiele gibt es. Und es zeigte, was in jedem Löwen steckt, wenn er nicht nur körperlich sondern auch vom Kopf her frei aufspielen kann. Die Abwehr vor mir stand fast perfekt und war flink auf den Beinen wie lange nicht. Hut ab! Mit mir selbst kann ich deshalb auch zufrieden sein, die Statistiker zählten 22 Paraden. Viele klopfen mir jetzt auf die Schulter. Aber es gab auch schon Spiele, die dieser Quote nahe kamen, da klopfte niemand. Denn es fehlten vorne die Tore, die dann das Ergebnis ausmachen. Und weil es auch vorne mit den (Hammer)-Schüssen funktionierte, ging die Sache so gut aus. Hoffen wir auf Wiederholungen!
Euer Henning
Ausnahmsweise
Köln, 9. November 2009. Ihr seid enttäuscht? Ich auch. Das Unentschieden gegen Chambéry Savoie HB in der CL konnte ich nur voller Wut im Bauch kommentieren, denn das haben wir selber auf unprofessionelle Art und Weise versiebt. In der Bundesliga gegen Gummersbach sah das anders aus. Wer meine Seite besucht, der weiß, dass ich selten die Schuld bei anderen suche, aber heute muss ich damit einmal brechen. Denn gerade in der Spielphase, in der wir unseren Vorsprung (18:12) festigen wollten, gab es drei Zwei-Minuten-Strafen, von denen zumindest zwei sehr zweifelhaft, wenn nicht (wie im Fernsehen zu sehen) sogar ungerechtfertigt gegeben wurden. Und gerade in dieser Zeit bekam der VfL neuen Aufwind. Fraglich ist für mich auch das letzte Tor zum Ausgleich. Einen Strafwurf hätte ich akzeptiert.
Euer Henning
Eine gute zweite Halbzeit
Dormagen, 24. Oktober 2009. Zugegeben, wir sind nicht gerade gut ins Spiel gekommen. Wir waren nicht aggressiv genug in der Abwehr und konnten auch im Angriff nicht überzeugen. Halbzeitstand 13:15! Trotzdem meine ich, dass wir am Ausbau unseres Selbstvertrauens weiter gearbeitet haben. Denn schon zu Beginn der 2. Halbzeit stand die Abwehr sicherer und wir setzten uns mit leichten Toren ab. Beim Abpfiff konnten wir ein gutes Ergebnis von 35:25 mit in unserem Gepäck verstauen und mit nach Hause nehmen. Für die nächsten Spiele bin ich deshalb auch optimistisch.
Euer Henning
Selbstvertrauen weiter aufgebaut
Hannover, 20. Oktober 2009. Nach dem letzten Bundesligaspiel hier in Hannover ist das Ergebnis 38:26 (21:9) für die Löwen eigentlich nicht überraschend. Aber: Zu bemerken ist, dass wir nach den Anstrengungen aus dem Spiel in Sarajevo und der damit verbundenen Reise sehr diszipliniert aufgespielt haben, eine gute Abwehr und einen effektiven Angriff praktiziert haben. Fast perfekt, möchte ich sagen. Die Beteiligung des Teams war auf breiten Schultern verteilt. Das alles hat weiter zum Aufbau des Selbstvertrauens beigetragen. Ich hoffe, dass es so weiter geht.
Euer Henning
Es blieb unerwartet ruhig in Sarajevo
Sarajevo, 18. Oktober 2009. Wir kamen am Sonntag in der Olympiahalle von Sarajevo gut ins Spiel mit einigen schönen Kombinationen, die allerdings nicht immer erfolgreich abgeschlossen wurden. Wir hatten damit gerechnet, dass der HC Bosna Gas gewaltig Gas geben würde, und so wurde es auch ein schnelles Spiel. Das war bis etwa zur 20. Minute ausgeglichen. Bei den Löwen lief auch (fast) alles nach Plan, und so gingen wir mit einem komfortablen Vorsprung mit 20:10 in die Halbzeitpause. Das sonst so emotionale Publikum in der Olympiahalle blieb deshalb auch erstaunlich ruhig.
Mitte der zweiten Halbzeit und vor allem in der Schlussphase erlaubten wir uns unnötige Unkonzentriertheiten, die uns einen noch größeren Torevorsprung als das 39:24 kosteten. Inzwischen sind wir wieder auf dem Weg nach Hannover, wo wir am Dienstag um 19 wieder ein Pokalspiel gegen Hannover-Burgdorf austragen werden.
Euer Henning
Zweimal Burgdorf, dazwischen Sarajevo
Hannover, 14. Oktober 2009. Einen guten Start hatten wir in der letzten Bundesligabegegnung in Hannover gegen Burgdorf. Die Abwehr stand sehr gut, und es gelang mir, in der ersten Halbzeit eine gute Leistung abzuliefern. Dadurch konnten wir leichte Tore machen, und im Angriff spielten wir diszipliniert, warteten auf eine gute Chance. Endergebnis war ein konfortables 34:24. Das sollte uns Selbstvertrauen geben für die nächsten Auswärtspartien in Sarajevo (CL) und beim Pokalspiel wiederum gegen Hannover-Burgdorf, wohin wir am Montag direkt aus Sarajevo fliegen.
Euer Henning
Die meiste Zeit geführt und dann das
Karlsruhe, 8. Oktober 2009. Für mich steht fest, dieses CL-Spiel gegen Kielce war ein Rückschlag. Die meiste Zeit haben wir geführt und müssen dann noch in der letzten Minute durch ein 29:29 einen Punkt abgeben. Eigentlich hätten wir die Führung in heimischer Halle ausbauen und die Polen deutlich schlagen müssen. Dass es nicht gelungen ist, kann nur eine Kopffrage sein, denn wir trainieren gut. Wenta kam zwar mit einer guten Mannschaft, aber so gefährlich, dass es am Ende nur zu einem Unentschieden reicht, ist sie nun auch wieder nicht. Bis zum Anpfiff in Sarajevo haben wir noch 10 Tage Zeit, Klarheit zu schaffen. Vorher geht es aber erst einmal nach Melsungen.
Euer Henning
Vorsprung nicht gut verwaltet
Mannheim, 30. September 2009. Nach dem 32:25 (14:12) gegen Großwallstadt gestaltet sich der Blick auf die Tabelle schon freundlicher. Wir hatten in der SAP-Arena einen guten Start, führten mit 4:0. Aber – es gelang uns nicht, den Vorsprung zu verwalten und den Gegner über einen längeren Zeitraum zu beherrschen und vielleicht noch eine größere Führung herauszuspielen. In der Abwehr haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht, stehen aber noch nicht so wie eine Spitzenmannschaft. Auch mit meinen 15 Paraden bin ich zunächst zufrieden. Allerdings habe ich 2 Minuten wegen Meckerns kassiert, aber dieser Unmut musste einfach ‘raus.
Ich gebe noch zu bedenken, dass der TV Großwallstadt von der Personalie her nicht mithalten konnte. Wir hatten viel mehr Wechselmöglichkeiten, und insofern müssen wir künftig noch einige Prozent zulegen. Bis bald!
Euer Henning
Wichtiges Selbstvertrauen getankt
Mannheim, September 2009. Nach den letzten Spielergebnissen war der Ausgang der Begegnung in Balingen für uns von großer Bedeutung. Der Druck war groß, und wir wussten auch, dass es dort nicht einfach werden würde. Deshalb ist das Ergebnis für die Löwen 24:21 (12:11) sehr erfreulich. Erfreulich vor allem aber auch, weil wir wieder Selbstvertrauen tanken konnten. Selbstvertrauen zu gewinnen ist im Moment entscheidend. Weniger erfreulich war natürlich die Rote Karte, die ich kassiert habe. Nach der neuen Regel geht die auch in Ordnung. Der Torwart darf nicht aus seinem Raum herauskommen und beim Kampf um den Ball den gegnerischen Spieler berühren. Ich hätte einfach einen Schritt schneller sein müssen, dann wäre das nicht passiert. Die Entscheidung in Bruchteilen von Sekunden ist aber nicht immer einfach.
Euer Henning
Das "Highlight" meiner Karriere
Mannheim, September 2009. Pokalspiel TV Bittenfeld-Löwen: 32:33 (30:30/27:27/17:9)! Wenn ich im Zusammenhang mit diesem Spiel von einem "Highlight" in meiner Karriere spreche, meine ich das natürlich sarkastisch. Tatsache ist, dass ich so einen Spielverlauf noch nicht erlebt habe. Und ich habe schon einiges erlebt. Wir haben Bälle verschenkt, Chancen überhastet vergeben und Unsicherheit in den Aktionen gezeigt. Da spielt außerdem noch viel Psychologie eine Rolle. Es kommt alles zusammen. Damit haben wir den Gegner aufgebaut, der gleichzeitig noch einen guten Torhüter im Kasten hatte (hielt drei Siebenmeter). Es scheint schwer zu sein, so einem Spiel noch etwas Positives abzugewinnen, aber ich tue es trotzdem. Denn die Mannschaft befand sich vor allem in der zweiten Halbzeit und später in der Verlängerung in einer extremen Situation. Die hat sie dann doch noch gepackt, und das schweißt weiter zusammen.
Euer Henning
Statt Spitze im Mittelfeld festgefahren
Mannheim, September 2009. Meine Hoffnung, mit einem Sieg im Spiel gegen Hamburg Anschluss an die Tabellenspitze zu halten, hat sich nicht erfüllt 30:34). Statt dessen sitzen wir jetzt erst einmal im Mittelfeld fest. In der ersten Hälfte (16:15) lief es auch ganz ordentlich, aber nach dem Wiederanpiff steigerte sich Hamburg während uns mehr Fehler vor allem im Spielaufbau unterliefen. Wie vorgenommen, müssen wir weiter das Konzept umsetzen, die Fehlerquote zu minimieren und 60 Minuten gut zu spielen.
Am Dienstag geht es nun zum Zweitligisten Bittenfeld. Ein unbequemer Pokalgegner, bei dem wieder 60 Minuten volle Konzentration erforderlich sein werden.
Euer Henning
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Mit Sieg Anschluss an die Spitze halten
Mannheim, September 2009. Guten Tag liebe Freunde und Fans des Handballs. Diejenigen unter Euch, die meine Seite regelmäßig besuchen, werden wohl schon gedacht haben, ich hätte das Schreiben verlernt. Nein, nur der Urlaub hatte etwas Bequemlichkeit einziehehn lassen, und in der Saisonpause passiert ja auch nicht so viel Berichtenswertes. Höchstens, dass das Löwenrudel jetzt mit den Eigengewächsen rund 10 neue Spieler integrieren muss. Unser neues Trainergespann Ola Lindgren und Kent-Harry Andersson hat aber bis jetzt eine gute Arbeit geleistet und wird auch in dieser Richtung etwas tun, um die Mannschaft Schritt für Schritt zu perfektionieren.
Der Start in die Saison mit den Spielen gegen Kiel und Nettelstedt ging erwartungsgemäß aus. In Kiel hatten wir eine gute 2. Halbzeit, konnten aber unsere Chancen leider nicht gewinnbringend verwerten. Am Freitag, 18. September, wird es gegen Hamburg in der SAP-Arena bestimmt besser laufen. Ich bin optimistisch, denn nur mit einem Sieg können wir den Anschluss an die Spitze halten. Wer nicht in der Halle sein kann, kann das Spiel auch im DSF sehen. Viel Spannung!
Euer Henning
Beim Rückspiel gibt es Spannung bis zum Ende
Mannheim, März 2009. Nach dem letzten CL-Spiel im russischen Chechov muss ich mich mal wieder melden, denn die Ausgangssituation verspricht für das Rückspiel Spannung bis zum Abpfiff.
Beim russischen Gastgeber war unser Spiel nicht gerade überzeugend. Bei mehr Konzentration und mehr Cleverness hätten wir es deutlich gewinnen müssen. Aber so, wie es ablief, können wir mit dem 31:33 doch noch zufrieden sein. Das Ergebnis und der Kampfeswille der russischen Bären lassen auf jeden Fall ein spannendes Spiel am Sonntag, 5. April, 17.15 Uhr, in Karlsruhe erwarten. Mit den Fans im Rücken, die ja in dieser Halle bei bisherigen Spielen immer eine tolle Stimmung verbreitet haben, rechne ich auf jeden Fall mit einem Weiterkommen.
Euer Henning
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WM-Aus: Trotzdem Hochachtung vor diesem Team
Mannheim. Es ist abgedroschen, aber trotzdem behaupte ich, diese deutsche Mannschaft ist Sieger der Herzen. Was hat sie gekämpft und was haben die Jungs wegstecken müssen! Aber ihre Moral und Zielstrebigkeit ließen nicht zu wünschen übrig. Meine Hochachtung. Der Einzug in das Halbfinale stand auf Messers Schneide. Schmerzlich ist nur, dass in so einem Augenblick eine Fehlentscheidung der Schiedsrichter für das endgültige Aus sorgte. Ob bewusst oder unbewusst, in diese Diskussion will ich mich nicht einlassen. Ich finde nur, dass das Team mehr verdient hätte. Deshalb ist mir um seine Zukunft nicht bange.
Euer Henning
WM-Vorrunde: Freude und Überraschung
Mannheim. Ja, obwohl ich nicht live dabei bin, freue ich mich, dass das deutsche Team die Vorrunde mit vier Punkten optimal überstanden hat. Am Fernseher bekommt man ja viele Situationen viel besser mit als wenn man selbst auf der Platte steht.
Ich bin aber gleichzeitig auch überrascht, dass die Gegenwehr der Gegner ziemlich schwach war. Besonders im Spiel gegen die Polen haben wir unsere Sache schon gut gemacht. Ich habe den Jungs per SMS beste Glückwünsche geschickt. Ich meine aber, dass noch mehr Potential im Team steckt und ein weiterer Aufwärtstrend möglich ist. Auf jeden Fall haben sie weiter Selbstvertrauen getankt, um nach dem Ruhetag gut in die Hauptrunde starten zu können. Ich hoffe, wir werden gemeinsam noch viel Freude an unseren Handballern in Kroatien haben.
Euer Henning
2. Auflage von "Halten und Siegen" erschienen
Mannheim, Januar 2009. Es ist geschafft. Die erweiterte Neuauflage des Buches „Halten und Siegen“, das ich zusammen mit Wieland Schmidt und mit Hilfe von Journalisten geschrieben habe, ist fertig. Interessenten können es im Handel oder beim Philippka-Sportverlag erwerben. Darin beschrieben werden nicht nur Technik, Taktik und Training für Handball-Torhüter und ihre Trainer sondern auch auf zusätzlichen 20 Seiten die Zeit vom Wechsel zum THW Kiel über die WM in Deutschland bis hin zur Olympiade in Peking. Das Buch ist durchgängig farbig, enthält 3D-Spielfeldgrafiken und 650 Fotos. Preis: 24,80 €.
„Der Individualist hinter der Mannschaft“ formulierte der Verlag den Untertitel und schrieb dazu unter anderem: „ Sie wurden in derselben Stadt geboren, haben einen Großteil ihres Lebens mit demselben Sport verbracht und es auf derselben Position zu Weltruhm gebracht: Wieland Schmidt und Henning Fritz. Und die beiden Weltklasse-Handballtorhüter zweier Generationen kennen ein gemeinsames Problem: Hauptsache sie halten die ihnen entgegen fliegenden Bälle. Doch wie sie dies schaffen, das war und ist oft ihre eigene Angelegenheit. Obwohl sich der Schlussmann längst zu einem hoch spezialisierten Einzelspieler im Teamsport entwickelt hat, kümmern sich viele Übungsleiter und Trainer nur nebenbei um sie. Wieland Schmidt und Henning Fritz haben deshalb ihre Auffassungen von Technik, Taktik und Training des letzten Mannes zusammengetragen. Sie erzählen ihre Karrieren, berichten von ihren größten Erfolgen und schmerzlichsten Niederlagen. Der Olympiasieger und der Europa- und Weltmeister schufen mit Hilfe von Journalisten ein sehr persönliches Werk für alle jungen und älteren Handball-Torhüter und für alle Anhänger dieses rasanten Sportes. Es schöpft seine Authentizität und Überzeugungskraft aus vielen persönlichen bis privaten Tipps, Episoden und Erinnerungen der beiden gebürtigen Magdeburger.“
Ich denke, das Buch ist besonders für die jungen Nachwuchshandballer eine Fundgrube, die mich immer wieder nach Tipps und Methoden fragen. Überzeugt Euch doch einfach selbst einmal.
Euer Henning
In wenigen Tagen geht es los
Allgäu, 5. Januar 2009. Hallo Handballfreunde, ich habe lange nichts von mir hören lassen, aber jetzt gibt es wieder mehrere Anlässe für eine Wortmeldung. Zunächst wünsche ich euch allen ein gutes Jahr 2009, das ich mit Handballern wie Holger Glandorf und Maik Machulla in Nordhorn begrüßt habe. Inzwischen bin ich mit der Familie ins Allgäu gereist, um mit Schlitten und auf Schlittschuhen Wintersport für Anfänger zu betreiben. Macht richtig Spaß! Am Mittwoch geht es dann zum Abschiedsspiel für Markus Baur nach Stuttgart. Dann ist der Urlaub schon wieder so gut wie vorbei, denn am 11. Januar fängt bei den Rhein-Neckar-Löwen die Vorbereitung für die Rückrunde in der Bundesliga an. Dabei werde ich mir aber die Zeit nehmen, um auf meiner Seite verschiedene WM-Spiele unserer Mannschaft zu kommentieren. Also, Ihr werdet bald wieder von mir hören.
Euer Henning
Freude über eigene Leistung gedämpft
Mannheim. Nach dem verlorenen Spiel gegen Gummersbach seid Ihr sicher genauso enttäuscht wie ich. Es war eine gute Chance, sich in der Tabelle um einige Plätze zu verbessern, zumal die Konkurrenz auch Federn lassen musste. Wir haben uns durch eine schlechte Gesamtleistung gegen die durchschnittlich spielenden Gummersbacher um den Lohn gebracht, haben uns selber geschlagen. Dabei war ich mit mir selbst eigentlich ganz zufrieden, aber die Freude darüber kann bei der Niederlage nur gedämpft sein. Das ist vor allem deshalb bedauerlich, weil wir in den vorangegangenen Pokalspielen eine aufsteigende Tendenz hatten.
Ein Erfolgserlebnis hatte ich dagegen dann aber doch noch beim Fußball, als ich live das Spiel von Hoffenheim gegen Hamburg sehen konnte. Die Fußballer aus unserer Nachbarschaft haben die Hanseaten vor allem in der ersten Halbzeit ja völlig überrollt. Da zuzuschauen hat so richtig Spaß gemacht. Ich denke, so ein Erlebnis werden wir dem heimischen Publikum auch bald einmal verschaffen können.
Euer Henning
Boden wieder gutmachen
Mannheim, September/Oktober 2008. Ihr habt es sicher schon registriert: Ein neuer Trainer bei den Löwen (Wolfgang Schwenke) arbeitet seit kurzer Zeit ganz intensiv mit der Mannschaft und verlangt uns ein straffes Trainingsprogramm ab. Immer wieder analysiert er Abwehrfehler und Angriffsvarianten, geht sie mit uns theoretisch und praktisch immer wieder durch, bis es sitzt. Ich glaube, einige spielerische Akzente daraus waren auch schon für die Zuschauer zu erkennen. Zum Beispiel das Umschalten von der Abwehr in den Angriff, um den Vorteil, den wir mit unseren schnellen Außenspielern haben, besser nutzen zu können. Damit auch jeder in der Abwehr seine Sicherheit bekommt, gibt er immer wieder Verhaltensregeln aus. Verbesserungen in dieser Richtung konnte man ja in den Championsleague-Spielen gegen Zagreb und Szeged schon gut erkennen. Um weiterhin eine gute Ausgangsposition in der CL zu halten, wollen wir heute (am Donnerstag) in der Begegnung gegen Wisla Plock anknüpfen. Ich werde dabei zwar mit einem blauen Auge auflaufen, aber zum Glück sieht es schlimmer aus als es ist. Der Facharzt hat die Sache abgecheckt.
In der Bundesliga wollen wir dann in den Spielen gegen Minden (am Sonntag) und gegen Gummersbach zu Hause den Boden, den wir in der Tabelle beim Anschluss an die Spitzenplätze verloren haben, wieder gutmachen. Auf dem Weg nach Hamburg (Pokalturnier) wollen wir gegen Melsungen eine Runde weiter kommen.
Soweit erst einmal wieder eine Wortmeldung von mir, und ich hoffe, dass Ihr dass in jüngster Vergangenheit schon vermisst habt.
Euer Henning
Meilenstein für den Verein
Östringen, 7. September 2008. Aus Luxemburg heimgekehrt, will ich, bevor es zum Interview zum Fernsehen geht, schnell eine kleine Pause nutzen, um mich nach Peking endlich wieder zu melden. Unser Team ist richtig froh, dass nach dem Sieg gegen den luxemburgischen Meister HB Dudelange (46:15) der Einzug in die Chamions League gelungen ist. Ein Meilenstein für den Verein. Ich muss aber auch zugeben, dass der Gegner recht schwach war und wir sozusagen eine Trainingseinheit absolvieren konnten. Was aber durchaus wichtig ist, denn so bekamen alle Spieler ihre Anteile. Das ist nicht zu unterschätzen, denn es konnten zum Beispiel Mängel in der Abwehr abgestellt werden.
In der Bundesliga geht es jetzt auch richtig zur Sache, denn die Berliner Füchse (Mittwoch) sind hellwach, und am Wochenende läuft schon das Spitzenspiel gegen den THW Kiel. In der Champions League geht es natürlich auch nicht im Schongang weiter, denn mit Zagreb treffen wir auf eine fast komplette kroatische Nationalmannschaft, also auf eine Weltklasse-Truppe. An Spannung dürfte es so schon zu Beginn der Saison nicht fehlen.
Euer Henning